Aktuelles

Alles dicht machen

 
Offener Brief zur Videoaktion #allesdichtmachen
"Die Kunst ist frei!- Art. 5 GG"
 
 
Der Darmstädter Verein "Forum für dramatische Künste" und das "West Side Theatre" solidarisieren sich ausdrücklich mit den Schauspielerinnen und Schauspielern der Videoaktion "#allesdichtmachen". Wir sind als Künstler bestürzt über das Verständnis von Kunst und künstlerischem Sein das sich in einigen Reaktionen auf diese Videoaktion zeigt. Wo sind wir hingeraten? Bereits in der Causa Böhmermann zeigte etwa die Kanzlerin mit ihrem Vorgriff auf Gerichtsentscheidungen ihr Verständnis von Kunstfreiheit und unabhängiger Gerichtsbarkeit. Dieses Denken, dass alles sich der Raison des Staates zu unterwerfen habe, wollten wir mit dem Faschismus des dritten Reiches hinter uns gelassen haben. Und wir sind stolz auf Autoren wie Heine, Ossietzky, Tucholsky, die dem Staat und dem Deutsch-Sein ein ums andere Mal den Spiegel vorhielten. Künstler sind keine Zootiere die wir allabendlich auf der Mattscheibe bestaunen und die uns irgendwie allen gehören, unsere Lieblingskommissare, die wir mit unseren Gebühren füttern.
Es ist auch nicht die Aufgabe der Kunst politische oder gesellschaftliche Lösungen zu präsentieren, wie es nun aus einiger Kritik erklingt. Es ist ihre Aufgabe, Ambivalenzen auszuloten. Und wenn die Theater geschlossen sind dann bitte schön auch über Satire. Das muss man aushalten. Ein Martin Brambach, der Denunziantentum aufs Korn nimmt, beleuchtet gekonnt eine üble Schattenseite unseres Zusammenlebens.  Ihm und den anderen  mangelnden Respekt vor den an dem Corona-Virus  verstorbenen Menschen vorzuwerfen ist grotesk! Das stellt selbst erst eine politische Instrumentalisierung der Toten dar, die geschmacklos und bigott ist, da sie nur eines im Sinn hat: Sie erstickt jede Kritik. Wer Künstler will, die staatliches Handeln unwidersprochen lassen, verwechselt Kunst mit Propaganda.
 
Marijke Jährling & Peter H. Jährling

Definition von Theater

Das antike Theater von Epidauros aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.

 Theater (von altgriechisch τὸ θέατρον théatron ‚Schaustätte‘, ‚Theater‘; von θεᾶσθαι theasthai ‚anschauen‘) ist die Bezeichnung für eine szenische Darstellung eines inneren und äußeren Geschehens als künstlerische Kommunikation zwischen Akteuren (Darstellern) und dem Publikum.

Als Minimalformel von Theater kann gelten: A spielt (B) und C schaut zu (und beide haben ein Bewusstsein von ihren Rollen als Spieler und Zuschauer).

Das bedeutet vor allem: zum Theater gehört ein Publikum. Das Publikum kann in einer Aufführung diese teilweise beeinflussen (Zustimmung und Ablehnung).

Theater kann religiös, gesellschaftskritisch, politisch oder auch nur ästhetisch ambitioniert sein. Vor allem ist es eine Sparte der Kunst und deshalb frei. Aufgrund der kollektiven Rezeption und des Live-Charakters von Aufführungen (wegen des transitorischen Elements also) steht Theater in besonderer Nähe zur (realen) Gesellschaft: Es erzählt von Menschen und vom Leben.

Die Zuschauer können je nach Inhalt und Darbietung dabei manches wiedererkennen und Neues entdecken. Ein Bühnengeschehen kann bestätigen oder konterkarieren, kann neue Perspektiven eröffnen, den Blick für Alternativen schärfen. Sprachliche Formulierungen,
die Figuren und die Gesten der Schauspieler unterliegen hierbei einer ständigen Anpassung an den gesellschaftlichen Kontext.

 

Geschichte des Theaters

Frühe Formen des Theaters entwickelten sich schon in der Frühzeit der Zivilisation in Form von Tänzen in Steinzeitkulturen. Für das ägyptische Abydos sind religiöse Feste mit theatralen Elementen aus der Zeit von 2000 bis 1500 vor Christus belegt, aber erst im Theater der griechischen Antike wurden neue Grundsätze erfunden, die das Theater erschufen. Mit dem „Theatron“, dem Zuschauerraum, wurde einerseits die Möglichkeit zu Diskussionen der griechischen Demokratie ermöglicht, aber auch die religiösen Feste, vor allem die Dionysien, abgehalten; in dieser Zeit bildeten Politik und Religion eine untrennbare Einheit. Die Abhandlungen des Aristoteles begründeten auch die Theaterwissenschaft, vor allem verlangte er die Einheit von Handlung, Ort und Zeit im Drama.

Das athenische Dionysostheater wurde zum Prototyp des Theaters und in die griechischen Kolonien im ganzen Mittelmeerraum exportiert. Es besaß neben dem Zuschauerraum eine Bühne, die skené, auf der die danach benannte Szene dargestellt wurde (auf in die skené gehängten Bildern). In Tragödien, der ersten Form des Dramas seit spätestens 534 v. Chr., und Komödien seit etwa 480 v. Chr., wurde in den „Großen Dionysien“ der Gott Dionysos verehrt; das heitere Nachspiel der Tragödien bildete ein Satyrspiel. Alle Dramen wurden nur einmal gezeigt, erst etliche Jahrzehnte später wurden Dramen auch wiederholt.

Die Römer übernahmen die griechische Theaterkultur zur Zeit des Punischen Krieges; im gesamten Römischen Reich wurden Theater errichtet. In der Kaiserzeit jedoch verlor diese Kultur offenbar ihren Reiz zugunsten der Pantomime.

Im Mittelalter wurden Theaterspiele in Form von Passionsspielen abgehalten; generell gab es aber keine antiken Dramen, sondern nur Mirakelspiele mit Inhalten aus der Bibel und den Berichten über das Leben der Heiligen. Gegen Ende der Epoche wurden auch Fastnachtspiele und in England Morality Plays beliebt; letztere bildeten einen starken Einfluss auf die Theaterkultur der Neuzeit.

Die Renaissance vereinte die alten Mysterienspiele mit den wiederentdeckten klassischen Tragödien und Komödien. Im nördlichen Italien wurde an den Hoftheatern eine neue Form der Komödie geschaffen, die commedia erudita. Niccolò Machiavelli schrieb die berühmtesten Komödien seiner Zeit. Die Tragödie wurde von den aristotelischen Vorstellungen bestimmt.

1545 tauchten in Italien die ersten Gruppen von Berufsschauspielern auf. Zuvor wurden die Theateraufführungen im Rahmen von höfischen oder religiösen Feierlichkeiten veranstaltet, deren zufällige Darsteller zum Personal der Höfe oder zum Klerus gehörten. Das Theater entwickelte sich erst im Barock zum Element des prunkvollen Hoflebens.

Als Kunstform des Absolutismus und der Gegenreformation war der Barock durch üppige Prachtentfaltung gekennzeichnet, und Theater wurde zu einer Multimediaerfahrung. Am absolutistischen Hofe wurde selbst das Alltagsleben theatralisch arrangiert, und jede Inszenierung sollte alle vorherigen übertreffen, ein Umstand, der den Berufsstand des Dramatikers in eine Blütezeit versetzte. In den Großstädten kam ein urbaner, kommerzieller Theaterbetrieb hinzu, und der immer größer werdende Andrang und die Erweiterung des Spiels forderten die Abwandlung vom höfischen Theater zum Volkstheater. Dennoch wurden hier Zuschauerräume eingerichtet, deren Ränge und Logen die Hierarchie der Gesellschaft abbildeten.

gefunden bei Wikipedia

 

Shakespeares sämtliche Werke...leicht gekürzt

Liebe Besucher, liebe Kulturinteressierte,

vielen Dank für Ihr Interesse!

Leider müssen die Vorstellungen von "Shakespeares sämtliche Werke...leicht gekürzt" wegen der Coronaauflagen ausfallen.

Hier bei youtube können Sie ein bißchen reinschauen

 

"BEI UNS WÄREN SIE SICHER GEWESEN!"

im November

FR 20.11.2020 | 19:30 Uhr
SA 21.11.2020 | 19:30 Uhr
 
im Januar
FR 29.01.2021 | 19:30 Uht
SA 30.01.2021 | 19:30 Uhr
SO 31.01.2021 | 18:00 Uhr
 

Die flotte Komödie „Shakespeares sämtliche Werke, leicht gekürzt“ ist für Schauspieler eine Herausforderung und für Zuschauer ausgesprochen reizvoll. Denn sämtliche Stücke in einem – das bedeutet rasante Rollenwechsel, Choreografie, Musik, Gesang, ein Zappen durch Geschichten und Kostüme. Und durch die Geschlechter. Haben bei Shakepeare noch die Männer alle Rollen gespielt so drehen wir nun Heute den Spieß um.

Bei uns werden Hamlet, Othello und Co von drei Schauspielerinnen verkörpert, Männliches und Weibliches sind irgendwann nicht mehr zuzuordnen, in einer neuen Unübersichtlichkeit ensteht an den Reibungsflächen unvorhegesehene Komik.

 
Presse

"Geballte Frauenpower, rasantes Tempo und ausgesprochene Spielfreude: (...) Zotig, frech und ohne Respekt lassen die drei Bühnen- uind Musicaldarstellerinnen Renée Stulz, Susanne Anders und Katharina Lucas die Figuren Shakespeares mit Verve aufblitzen. Sie duellieren sich, sterben zuhauf, tänzeln, fechten, klagen, schmachten, heulen, deklamieren und kommentieren - bringen eben das ganze theatralische Aufgebot auf die Bühne. Und das noch mit aktuellen politischen Bezügen. (...)  Im Gemetzel taucht auch mal der Kopf Trumps auf einem Silbertablett auf. "Ist es Tollheit so hat es doch Methode" (Hamlet) - wie wahr!" | Darmstädter Echo | Betina Bergstedt

die komplette Kritik

Publikum
„Super inszeniert - MEGA gespielt!!! Was für tolle Schauspielerinnen. Danke für den schönen Abend“
 
"Grüße ausm Norden. Ein wirklich sehr schön und kreativ umgesetztes Stück. Definitiv mehr Zuschauer würdig!!!“
 
"Es war ein sehr schöner Abend. Die Energie und das schauspielerische Können der Darstellerinnen hat mich durch die Bank weg überzeugt und die Inszenierung kann sich sehen lassen. Vielen Dank für einige Stunden schöner Momente."
"Dem kann ich mich nur anschließen! Ein Genuss auf ganz vielen Ebenen! Danke!"
 
„Trotz Corona, Ihr haltet uns zum Narren - mit ganzem Einsatz. Danke!!!“
 
„Es war wirklich wunder, wunder, wunder schön. Ich bin erst zehn und habe deswegen nicht alles verstanden,
dennoch war es sehr toll, witzig und es hat Spaß gemacht zuzusehen“
 
"Top Leistung"
 
"Es hat viel Spaß gemacht und Geschmack auf Mehr
 
"Hervorragend gespielt. Es hat uns Freude gemacht Euch bei dem rasanten Rollenwechsel zuzusehen. Sehr abwechslungsreich und turbulent, mit vielen verschiedenen Stilmitteln umgesetzt. Weiter so! Wir kommen wieder."
 
"Keine Worte! - oder: Super!
 
"Tolle Schauspielerinnen"

Fotos: Marijke Jährling

Den Theaterabend genießen-trotz Corona

Wir möchten Ihnen hier ein paar Informationen zum Ablauf des Theaterabends geben:

Es werden Getränke angeboten, jedoch keine Speisen und keine Snacks.

Wenn man das Gebäude betritt und während man sich darin bewegt, bitte- sofern möglich -  eine Maske tragen. Am Platz darf die Maske abgenommen werden.

Es gilt die Abstandsregel von mind. 1,50 m zu fremden Personen. Gruppen, die sich kennen, dürfen ganz normal zusammenstehen. Die Zuschauer sitzen in Reihen. Personen die zusammen kommen, können auch zusammen sitzen, ohne Abstand. Es dürfen auch größere Gruppen zusammensitzen.

Wir werden für Sie Plätze reservieren und Sie dann zu Ihren Plätzen führen. Bitte kommen Sie rechtzeitig und bringen Sie etwas Geduld mit, dann bekommen wir das zusammen stressfrei hin und Sie können einen schönen Theaterabend genießen.

Das Stück hat nach ca. 1,15 Std. eine Pause. In der Pause können Getränke gekauft werden. 

Wir wünschen Ihnen ein vergnügliches Theatererlebnis!

 

Förderer